Zahngesunde Ernährung

Zucker ist schlecht für die Zähne, das weiß jeder!
Das ist richtig, aber man kann und soll Kindern nicht gänzlich verbieten, auf Süßes zu verzichten.

Ein strenges Verbot würde unter Umständen bezwecken, dass die Anziehungskraft von Süßigkeiten noch erhöht werden würde.
Man kann den schädlichen Einfluss von Süßigkeiten auf die Zähne in Grenzen halten, wenn man einige Regeln beachtet. Wichtig ist, dass Sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen:

Achten Sie darauf, Süßigkeiten nicht als Zwischenmahlzeiten den ganzen Tag hindurch zu essen. Eine Tafel Schokolade nach dem Essen ist besser als über den Tag verteilt.

  • Putzen Sie nach dem Verzehr von Süßigkeiten sofort oder nach ca.1 Stunde die Zähne. Gefährlich ist vor allem das „Betthupferl“, Süßes vor dem Zubettgehen ohne anschließende gründliche Mundreinigung.
  • Dünnflüssige oder leicht lösliche Süßigkeiten sind besser als klebrige wie z.B. langsam im Mund zergehende Bonbons oder Marmelade.
  • Vorsicht: Zucker kann auch in Kindertees, Joghurts oder Medikamenten (z.B. Hustensaft) enthalten sein. Auch hier müssen im Anschluss die Zähne geputzt werden.

Wichtig ist auch, die Zähne zu benutzen. Dazu sind sie ja auch da!
Nur weiche oder breiartige Nahrung ist für das Gebiss nicht ausreichend.
Dadurch wird der Zahnhalteapparat geschwächt und verliert an Widerstandsfähigkeit.

Es findet außerdem während des Kauens keine „Selbstreinigung“ statt. Weiches Brot, Kuchen oder andere weiche Speisen bleiben an den Zähnen kleben und bilden so einen idealen Nährboden für Bakterien.
Dagegen kräftigt knackige und derbe Kost die Zähne und regt die Speichelbildung an.

Es gibt auch zahnschonende Süßigkeiten! Erkennbar sind sie am Zahnmännchen mit dem Schirm. Dieses Zeichen dürfen nur Produkte tragen, die nicht zu einer zahnschädlichen Säurebildung im Mund führen.
Zähne benötigen Mineralien, Vitamine und bestimmte Spurenelemente (z.B.:Kalzium, Phosphat und Eisen).

In folgenden Nahrungsmitteln sind diese Substanzen enthalten:

  • Milch und Milchprodukte (z. B. Käse)
  • Gemüse
  • Obst
  • hochwertige Getreideprodukte (z.B. volles Korn, Haferflocken)
  • mageres Fleisch
  • Eier

Das Geschmacksempfinden verändert sich im Laufe des Älterwerdens. Viele ältere Menschen greifen eher zu Milchreis und Griesbrei, anstatt in ein saftiges Steak zu beißen. Dies führt unweigerlich zur Karies und Wurzelkaries, da oft auch eine verringerte Speichelproduktion im Alter vorhanden ist. Es wird daher empfohlen, dass alte Menschen immer in kleinen Schlucken Wasser zu kaupflichtiger Nahrung aufnehmen sollten und zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten durch zuckerfreie Zahnmännchen-Produkte austauschen.

Saugerflaschen-Karies oder Zuckertee-Karies
Mit Beginn der 80er Jahre wurde diese besondere Form der Milchzahnkaries bekannt, die „Zuckertee-“ oder „Saugerflaschenkaries“.
Ihre Entstehung wurde begünstigt durch die Einführung von Saugerflaschen aus Kunststoff. Bis dahin wurden überwiegend zerbrechliche Glasflaschen verwendet, welche nicht zum dauerhaften Gebrauch gegeben wurden.
Die unzerbrechlichen Kunststoff-Flaschen werden ohne Bedenken den Kindern in die Hand gegeben. Sie wurden so, oft mit süßem Tee gefüllt, als Beruhigungsschnuller missbraucht.

Durch das ständige Umspülen der Milchzähne mit der süßen Flüssigkeit kommt es zu einer rasanten kariösen Zerstörung, vor allem der oberen Frontzähne.
Doch gerade die oberen Frontzähne sind für die Sprachentwicklung sehr wichtig. Auch ist die Erhaltung der Milchzähne für das Kieferwachstum und die Zahnstellung der bleibenden Zähne von größter Bedeutung, sie dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne.

Milchzähne sind deshalb keine überflüssigen ?Wegwerfprodukte?.
Kariös zerstörte Milchzähne können auch die bleibenden Zähne ?infizieren?, so dass diese schon mit Karies versehen in die Mundhöhle eintreten.
Die letzten Milchzähne werden erst im Alter von 12-14 Jahren durch die bleibenden Zähne ersetzt und sollten aus den oben genannten Gründen auch möglichst so lange erhalten bleiben.

Der frühzeitige Verlust von Milchzähnen, kann eine langwierige und kostspielige kieferorthopädische Behandlung nach sich ziehen.

Die Gefahr der massiven Zahnschädigung im frühen Kindesalter darf nicht unterschätzt werden!

Zuckerfreie Lebensmittel sind mit dem Zahnmännchen ausgezeichnet! Es gibt auch zuckerfreie Schokolade.

www.zahnmaennchen.de

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